Dezember 2015

Herbstkolloquium 2015

Am 21.11.2015 lud der DKBS e.V. zum diesjährigen Herbstkolloquium und damit zum 6. Kolloquium Klinische Sprechwissenschaft ein. Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten des im WS 2015 neu eröffneten Geisteswissenschaftlichen Zentrums „Steintorcampus“ in Halle (Saale) statt, in das das Seminar für Sprechwissenschaft und Phonetik seit Beginn dieses Semester umzogen ist.

Zwei Absolventinnen des Masterstudienganges Sprechwissenschaft stellten ihre Abschlussarbeiten vor. Elisabeth Auenmüller hatte sich mit einer explorativen Untersuchung mit der Bedeutung der mittleren Sprechstimmlage in der Stimmtherapie befasst, Susett Garthof eine funktionelle Nahinfrarotspektroskopie-Studie zur Perzeption von Sprache und Musik bei mit Cochlea-Implantat versorgten Patienten durchgeführt.

Beide Studentinnen offenbarten in ihren Vorträgen umfangreiche, wissenschaftlich präzise ausgearbeitete Arbeiten und dürfen nun den Titel „Klinische Sprechwissenschaftlerin (DBKS e.V.)“ tragen.

Herzlichen Glückwunsch!

November 2015

Jubiläumssymposium des DBKS

Der Deutsche Bundesverband Klinischer Sprechwissenschaftler e. V. (DBKS) hat am 19. und 20. Juni 2015 sein 25-jähriges Bestehen mit einem zweitägigen wissenschaftlichen Symposium gefeiert. Im Volkspark Halle (Saale) fanden sich Klinische SprechwissenschaftlerInnen und viele weitere InteressentInnen ein, um am Programm rund um „Stimmstörungen – ein Fokus der Klinischen Sprechwissenschaft“ teilzunehmen.

Den Auftakt bildeten vier praktisch aufbereitete Workshops zu den Themen Obertongesang, Stimmarbeit mit Mann-zu-Frau Trans* Personen, Jodeln und Stimmdiagnostik mit dem Schallanalyseprogramm Praat.

Begrüßt werden konnten unter den Ehrengästen unter anderem die Bundesvorsitzende des dbs e. V. Katrin Schubert und die Vorsitzende des vpl e. V. Judith Heide, ehemalige Gründungsmitglieder des DBKS e. V. sowie ehemalige und amtierende Instituts bzw. Seminarleitungen des Seminars für Sprechwissenschaft und Phonetik.

Das Grußwort zur offiziellen Eröffnung des Symposiums sprach Prof. Dr. phil. habil. Ines Bose sowohl in ihrer Funktion als Prodekanin der Philosophischen Fakultät II als auch als Professorin des Seminars für Sprechwissenschaft und Phonetik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sie stellte dabei den sehr guten Kontakt und die enge Zusammenarbeit zwischen dem Seminar und dem Verband als gegenseitige Befruchtung zwischen Wissenschaft und Praxis dar.

Dr. Susanne Voigt-Zimmermann (Magdeburg) zeigte mit ihrem Vortrag sowohl die verschiedenen Konzepte der Stimmtherapie als auch die Vielfältigkeit der Klinischen Sprechwissenschaft und deren Bedeutung in Forschung und Therapie auf. Sie gratulierte dem Verband durch eine Würdigung aller Personen, die die Klinische Sprechwissenschaft in der Vergangenheit maßgeblich unterstützt und gefördert haben und künftig auch weiterhin Wegbegleiter bleiben werden.

Die anschließenden Vorträge zur interdisziplinären Stimmdiagnostik und Stimmtherapie wurden u. a. von Fachvertretern aus Phoniatrie, Physik und Therapie gehalten. So konnten z. B. sowohl Prof. Dr. med. Michael Fuchs (Leipzig), als auch Prof. Dr. med. Christoph Arens (Magdeburg) von ihrer phoniatrischen Arbeit mit interdisziplinärer Zusammenarbeit durch Sprechwissenschaftler im Klinikalltag erfreulich berichten. Prof. Dr. phil. Karl-Heinz Stier (Stuttgart) stellte die evidenzbasierte Stimmtherapie nach der Akzentmethode vor, geschmückt mit kurzen praktischen Beispielen. Dr. Grit Mallien (Berlin) gab mit ihrem Vortrag Einblicke in die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten der Stimmtherapie bei Morbus Parkinson und Progressiver Supranukleärer Blickparese (PSP). Maßnahmen zur computergestützten Kommunikation bei vollständigem Stimmverlust zeigte Dr. rer. nat. Eduardo Mendel (Oldenburg) in der Vorstellung seines Computerprogramms „Meine eigene Stimme“.

Auch die aktuellen Arbeiten aus dem Seminar für Sprechwissenschaft und Phonetik zum Thema Stimme ergaben einen anregenden und hörenswerten Themenblock. Prof. Ines Bose und Clara Finke (Halle/ Saale) stellten den derzeitigen Stand der Dissertation zu Radiostimmen und deren stimmlicher Ästhetik in Morning Shows vor. Die anschließenden Bachelor- und Masterarbeiten zeigten einen großen Querschnitt zur Vielfältigkeit der Stimmdiagnostik, Sprechbildung und Stimmarbeit. Holle Fedrowitz (Leipzig) stellte die Ergebnisse ihrer Pilotstudie zum Einfluss der Funktionellen Stimmtherapie (Erlanger Modell) auf konstitutionell hypotone Lehramtsstudierende vor. Ein Index zur persönlichen Stimmeinschätzung für Kinder wurde von Caren Schaffer (Halle/ Saale) entwickelt und dessen Auswertungen vorgestellt. Amanda Bartsch (Halle/ Saale) zeigte in einer Einzelfallstudie die Stimmtherapie bei Mann-Zu Frau-Transsexualismus mit dem Schwerpunkt Modulationsfähigkeit auf. Julia Höppner (Leipzig) stellte die Ergebnisse der Evaluation einer Lehrerfortbildung der Initiative Sprecherziehung im Lehramt vor. Den Abschluss dieses Themenblocks bildete Kirsten Neumann (Halle/ Saale) mit der Beantwortung der Frage, ob ein Sprecher eine Heiserkeit stimmlich imitieren kann.

Ein Festabend der ganz anderen Art bildete am Freitagabend die Hallesche Kulturreederei, deren Darsteller während eines Vier-Gänge-Menus sowohl einen Mord an einer notorisch Arien singenden Gemüseschneiderin aufklärten, als auch die TeilnehmerInnen durch Aktionen und Diskussionen in anregende und erheiternde Gespräche verwickelten, die noch weit über die Fallaufklärung hinaus fröhlich weiter geführt wurden.

Weitere Eindrücke der wissenschaftlichen Veranstaltung:

Der Abschluss des zweitägigen Jubiläumssymposiums bildete das an die Veranstaltung angegliederte Kolloquium zur Erlangung des Titels „Klinische Sprechwissenschaft“. Dabei präsentierten sechs Bewerberinnen in zwei Gruppen ihre Masterarbeit in einem wissenschaftlichen Fachvortrag und stellten sie anschließend zur Diskussion. Anna Krause, Franziska Stephan, Caren Schaffer, Anna-Maria Rohloff, Emilia Rudolf und Luise Dölle wurden herzlich zu ihrem erworbenen Titel beglückwünscht.

Juni 2015

Otto-Körner-Preis 2015 geht an Klinische Sprechwissenschaftlerin

Frau Dr. phil. Susanne Voigt-Zimmermann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Univ.-HNO-Klinik Magdeburg, erhält den diesjährigen Otto-Körner-Preis der Norddeutschen Gesellschaft für Otorhinolaryngologie und zervikofaziale Chirurgie.

 

Otto Körner, Namensgeber des Preises, war bedeutender Arzt, Forscher und Hochschullehrer sowie 1899 Gründer der ersten otorhinolaryngologischen Fachklinik an einer deutschen Universität, nämlich in Rostock. Mit dem Preis (Dotierung: 1000 Euro) ehrt die Gesellschaft Verfasser herausragender und zukunftsweisender Publikation, die in einer international anerkannten Zeitschrift erschienen ist.

 

Die Preisverleihung fand am 26. Juni 2015 im Rahmen der 15. Jahrestagung der Gesellschaft in Potsdam statt. Der über die Preisvergabe entscheidende Vorstand der Gesellschaft lobte die exzellente wissenschaftliche Publikation zu „Horizontalen Gefäßveränderungen der Stimmlippen“, die 2014 in der Zeitschrift „Laryngo-Rhino-Otologie“ erschien. In der Laudatio wurde zudem das wissenschaftliche Engagement von Frau Dr. Voigt-Zimmermann bezüglich der Behandlung von funktionellen und organischen Erkrankungen des Kehlkopfes sowie der Prävention von Stimmstörungen bei Kindern und Erwachsenen in sprechintensiven Berufen hervorgehoben.

 

Frau Dr. phil. Susanne Voigt-Zimmermann ist nach 11 Jahren klinischer Arbeit an der Univ.-HNO-Klinik Jena und 10 Jahren sprechwissenschaftlicher Lehre an der Universität Heidelberg seit nunmehr 2011 am Bereich „Laryngologische Forschung“ der Univ.-HNO-Klinik Magdeburg tätig. Zusammen mit dem Direktor der Klinik, Prof. Dr. med. habil. Christoph Arens, konnte sie sowohl national als auch international wichtige wissenschaftliche Akzente setzen, die nicht nur gewürdigten horizontalen vaskulären Veränderungen der Stimmlippen hinsichtlich Genese, Diagnostik und Therapie betreffen, sondern auch die spezifischen vaskulären Läsionen papillomatöser, präkanzeröser und kanzeröser Veränderungen des Kehlkopfes und der Stimmlippen.

 

Die Preisträgerin der Univ.-HNO-Klinik lässt das Preisgeld der Univ.-HNO-Klinik zukommen, um dringend benötigte diagnostische Software zu erwerben.

April 2015

Jubiläumssymposium des DBKS e. V. mit Sommerkolloquium 2015

In diesem Jahr feiern wir das 25-jährige Bestehen unseres Berufsverbandes! Aus diesem Anlass wird ein zweitätgiges Jubiläumssymposium unter dem Motto "Stimmstörungen - Ein Fokus der Sprechwissenschaft", sowie ein Festabend mit Kulturprogramm (kriminelles Dinnertheater der Kulturreederei) stattfinden. Während der zwei Tage wird es spannende Workshops und zahlreiche Fachvorträge renommierter Referenten geben. Dazwischen bietet sich die Möglichkeit des regen fachlichen Austauschs und des Rückblicks auf die Historie und zukünftige Rolle des DBKS e. V. .


Die Anmeldung kann bis zum 31.05. über untenstehendes Formular erfolgen. Weiterhin finden Sie einen Informationsflyer mit dem Workshop- und Vortragsprogramm.

Flyer Jubiläumssymposium DBKS e. V..pdf
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Anmeldeformular Jubiläumssymposium DBKS
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Umrahmt von unserem Jubiläumssymposium wird auch wieder ein Sommerkolloquium statt finden. Sechs Absolventinnen des Masterstudiengangs mit Spezialisierung auf Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen stellen ihre Masterthesis vor, um den Titel des Klinischen Sprechwissenschaftlers zu erlangen. Die Vorträge sind unabhängig vom Tagungsbeitrag, also frei zugänglich und für alle Interessierten offen.


Sommerkolloquium2015_Einladung.pdf
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Studierendenforum

"O - U - A - E - I"

 

Unter diesem Motto lädt die deutsche Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung am 14. - 17. Mai zum Studierendenforum nach Halle ins Instutut für Sprechwissenschaft und Phonetik im Advokatenweg 37 ein. Das Forum umfasst ein spannendes Workshop-Programm unter der Leitung von Studierenden und bereits berufstätigen Sprechwissenschaftlern, sowie Fachvorträge und Einblicke in aktuelle Forschungen des Instituts für Telekommunikation und Hörfunk. Die Teilnahmegebühr beträgt 25€.

 

Untenstehend finden Interessierte die Einladung per PDF. Über die darin ersichtlichen Kontaktdaten kann sich jederzeit bei den Organisatoren angemeldet werden.

Einladung_StudiForum(01.05.2015).pdf
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Januar 2015

Wir wünschen allen StudentInnen und KollegInnen einen guten Start ins das neue Jahr!